Besonders hervorzuheben ist die Innenausstattung. Als Umsteiger von der Isetta auf BMW 600 fällt dies natürlich extrem auf. Aber auch wer heute von einem modernen Kleinwagen, z.B. POLO, auf den BMW 600 umsteigt, wird verblüfft sein. Beim Einsteigen fallen zuerst die geformten Sitze auf. Die Sitzbreite vorne ist mit 108 cm und hinten mit 104 cm als ausreichend zu bezeichnen, das enge Sitzen wie bei der Isetta ist nicht mehr notwendig (obwohl für Verliebte weiterhin problemlos möglich, wegen der durchgehenden Sitzbank).
Die Sitzlehnen sind sesselartig gerundet, so dass man schon fast von Schalensitzen sprechen kann. Ein Rutschen in Kurven entfällt damit. Eine Verstellung der Lehnen ist nicht möglich, dafür lässt sich jedoch die komplette Sitzbank verschieben. Bei einer Sitzbreite von 108 cm beträgt die Ellbogenfreiheit stolze 119 cm. Wie das? Links und rechts sind in der Seitenverkleidung Ablagefächer eingebaut, die mit Armlehnen versehen sind. Als weitere größere Ablagemöglichkeit für Gepäck befindet sich hinter dem Rücksitz ein Gepäckraum, in dem man zwei normale Koffer unterbringen kann. Die Rücklehne ist klappbar, so dass man auch diesen Raum enorm vergrößern kann. Relativ schnell kann man auch die hintere Sitzbank herausnehmen, so dass hier dann ein sehr großer Gepäckraum entsteht.
Um den 600er auch als Kleintransporter nutzen zu können, gab es gegen 110,- DM Aufpreis auch einzelne Vordersitze, so dass durch Herausnehmen der Rücksitzbank und des rechten vorderen Sitzes sperriges Gut transportiert werden konnte. Im Gegensatz zur Isetta gab es den BMW 600 mit Schiebedach nur gegen Aufpreis von 250,- DM. Serienmäßig dagegen war die Heizung, und ich muß nach sehr harten Wintern sagen, die Heizung des VW - Käfers und VW - Bus kann sich hiervon eine Scheibe abschneiden. Links an der Seitenwand befindet sich die Düse für die Frontscheibe, aber auch die Füße werden gut versorgt. Mit kleinen Klappen an den Düsen kann man die gewünschte Einstellung erreichen. Ebenfalls im hinteren Fußraum befindet sich eine Warmluftaustrittsöffnung. Das Armaturenbrett verfügte neben dem großen, gut ablesbaren Tachometer auch über Kontrollampen für Lichtmaschine und (selbst-zurück-stellenden) Blinker. Der Benzinhahn lässt sich ohne Verrenkungen wie bei der Isetta über einen Zug betätigen und das Reserverad wurde Platz sparend hinter, der Verkleidung der Fronttür untergebracht. An die Batterie kommt man ohne ausbauen des Rücksitzes heran.
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