BMW Standard Isetta
Um die Geschichte der Autoidee Isetta für den Teil der BMW Isetta vollständig zu durchleuchten, muss man die Geschichte des Hauses BMW, wie sie wirklich in den Nachkriegsjahren war, kennen.
BMW war der am schwersten geschädigte Automobilhersteller Deutschlands, da sie die Produktionsstätten in Eisenach verloren hatten und außerdem Werksanlagen im Werte von 160 Millionen Mark demontiert wurden.
1948 begann BMW wieder mit der Fertigung von Motorrädern, die ja einen sehr guten Ruf hatten und haben. Um diese Fertigung zu ermöglichen, mussten jedoch erst einmal ca. 63 Millionen Mark investiert werden, dieses musste überwiegend auf Kreditbasis erfolgen, außerdem verbürgte sich das Bundeswirtschaftsministerium sowie der bayerische Staat mit 10-Millionen-Krediten. Chronischer Geldmangel herrschte also bei BMW.
Das Motorradgeschäft nach der Währungsreform lief viel versprechend an, und es wurde die Produktion von Kraftfahrzeugen angegangen. 1952 kam dann der Tourenwagen BMW Typ 501 heraus und zwei Jahre später folgten die 8-Zylinder Modelle vom Typ 502. Die Jahresproduktion lag bei ca. 3.000 Fahrzeugen jährlich.
Nach dem damaligen BMW Motto, „Der BMW-Wagen soll die Visitenkarte der deutschen Gesellschaft sein“ lagen auch die Preise. Je nach Modell kosteten diese Fahrzeuge zwischen 14.450,- und 26.500,- DM bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst von 400,- DM war dies ein stolzer Preis und vergleichbare Modelle von Mercedes lagen unter diesen Preisen.
Unglücklicherweise ließ ab 1952 das Interesse an Motorrädern spürbar nach. BMW versäumte es, rechtzeitig die Produktion kleiner Fahrzeuge aufzunehmen, wie es zu diesem Zeitpunkt fast alle anderen Autohersteller vorführten.
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