Die Fertigungsanlagen für den Rahmen wurden eben falls von ISO an BMW geliefert. Gleichzeitig versetzte diese Vertragslage BMW natürlich in die Lage, innerhalb kürzester Zeit die Produktion aufzunehmen. Dieses war auch aufgrund der wirtschaftlichen Situation erforderlich.
Unter richtiger Einschätzung des Marktes wurde eine Tagesproduktion von 100 Einheiten und eine Jahresproduktion von ca. 12.000 - 15.000 Isetten geplant. Der Fertigungsbeginn war für den April 1955 vorgesehen. Vorgesehen war die Möglichkeit, die Tagesproduktion auf 200 - 300 Fahrzeuge zu steigern.
In der Pressevorstellung wurde von BMW die Isetta allerdings nicht als neuer Kleinwagen vorgestellt, sondern man kreierte den Begriff Motocoupe. Da sich die Isetta enorm von anderen Kleinwagenkonstruktionen unterschied, war dieser Begriff auch als Abgrenzung gegenüber den "verkleinerten Großraumwagen" anderer Hersteller gedacht.
Am 5.4.1955 war es dann soweit. Die BMW Isetta wurde der schon ungeduldig wartenden Öffentlichkeit vorgestellt. Zwei Isetten rollten aus den Toren in Rottach-Egern und konnten endlich von der Öffentlichkeit und vor allem von der Presse bestaunt werden. Die Gedankengänge und die Werbestrategie von BMW lassen sich am besten verstehen, wenn man sich den Text der Pressevorstellung im April 1955 noch einmal anschaut:
"Die Geburt der BWM Isetta. Ein neuer Fahrzeugtyp von BMW - das Motocoupe" Das Motocoupe BMW Isetta, das heute anlässlich eines Presseempfanges in Rottach-Egern am Tegernsee einem großen Kreis von Pressevertretern aus dem ganzen Bundesgebiet und damit der Öffentlichkeit erstmalig vorgestellt wird, ist in seinen grundlegenden Konstruktionsmerkmalen ein vollkommen neuer Fahrzeugtyp. Es wäre verfehlt, dieses Fahrzeug als die vereinfachte Ausgabe eines Automobils anzusehen, denn es erhebt nicht den Anspruch, Auto oder Kleinwagen zu sein. Bewusst wurde für die BMW Isetta das Wort "Motocoupe" geprägt.
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