Gegenüber den vielfältigen Vorzügen fallen die geringfügigen Betriebskosten, die überdies zum überwiegenden Teil steuerlich abgesetzt werden können, kaum ins Gewicht. Bei voller Besetzung betragen die Kosten pro Kilometer 2 - 3 Pfennig. Die BMW Isetta stellt die Ideallösung des Fahrproblems für alle dar, die ein wendiges, flinkes Fahrzeug bei geringen Betriebskosten ohne Park- und Garagenschwierigkeiten benötigen. Das gilt für Lohn- und Gehaltsempfänger für den Weg zur Arbeitsstätte, für Ärzte, Vertreter, Handwerker, für den Einsatz von Reisenden großer Firmen, für selbstständig Schaffende und nicht zuletzt für die Deine, wenn der Hausherr mit dem "großen Wagen" unterwegs ist.
"Mit ihren wirklich guten Fahreigenschaften entspricht die BMW Isetta weitgehend den Motorisierungswünschen von heute. Der günstige Preis bei sehr geringen Betriebs- und Unterhaltungskosten macht einem breiten Käuferkreis die Anschaffung des neuen eleganten und zweckmäßigen Motocoupe möglich. Die Steuer beträgt jährlich 54,- DM, die gesetzliche Haftpflichtversicherung 95,- DM."
Die Presse reagierte überschwänglich und stellte dieses neue Fahrzeugkonzept umfassend vor. Überwiegend wurde natürlich die Presseerklärung von BMW nachgeplaudert, aber auch Vergleiche und interessante Betrachtungen über dieses neue Fahrzeugkonzept wurden angestellt. So schrieb zum Beispiel Auto Motor und Sport in seiner Ausgabe 21/54:
"Auch bei BMW in München ist man naturgemäß nicht frei von Zukunftssorgen, jedoch kann man dort der Entwicklung nunmehr mit einiger Ruhe entgegensehen. Im Gegensatz zu anderen Fabriken hat man nämlich trotz des guten Geschäftsganges die Motorradproduktion auch während der letzten Jahre in maß vollen Grenzen gehalten, außerdem beschränkte man sich auf zwei Grundmodelle, die dank ihres hervorragenden Rufes im In- und Ausland auch weiterhin reelle Absatzchancen behalten werden. Zudem hat es BMW verstanden, sich für den neuen Markt der Kabinenfahrzeuge ein besonders günstige Ausgangsposition zu schaffen, indem man die Lizenz der Isetta sicherte. Dieses italienische Fahrzeugmodell hatte bereits eine beachtliche Entwicklungsreife erreicht und wurde in ihrem Heimatland binnen kurzer Zeit zu einem ähnlich Bahnbrechenden Ereignis wie bei uns der kleine Messerschmitt. Es spricht für BMW, dass man nicht zu stolz war, kurzerhand eine bereits bewährte Konstruktion in Lizenz nachzubauen. Und auch am Anfang aller BMW Personenwagen hatte ja eine Lizenz gestanden, nämlich die des kleinen Austins."
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