Auch die Bilanz wies dieses aus. Es ging aufwärts mit BMW.
Obwohl die Lizenzverträge mit 150 auf bestimmte Länder beschränkt war, blieb es natürlich nicht aus, dass in allen europäischen Ländern die Aufmerksamkeit auf die Isetta gelenkt wurde. Speziell in den Beneluxländern war das Interesse riesen groß. Velam lag in den letzten Zügen und damit war für BMW auch dieser Markt frei. Besonders hervorgehoben wurden natürlich die von BMW vorgenommenen Änderungen, die in direkten Vergleich zur ISO und Velam gesetzt wurden. Frankreich und Luxemburg schlossen sich an und überall bemühten sich Händler bei BMW um die Generalvertretung. Der Siegeszug der Isetta ging über die angrenzenden Länder Deutschlands hinaus und erreichte unter anderem die skandinavischen Länder, Spanien, Marokko und auch die USA. Bereits im Juni brachte Albrecht Gertz, Designer bei BMW, eine Isetta zum Motor-sport Büro in die USA. Dort wurde sie getestet und für gut befunden. Bis Serienmodelle den Weg über den Teich fanden, dauerte es allerdings noch etwas. Die ersten Isetten wurden von den amerikanischen Behörden zurückgewiesen, da sie den technischen Anforderungen nicht entsprachen. Im Speziellen ging es dabei um die Hauptscheinwerfer und die Scheiben.
BMW modifizierte die Isetta in verschiedenen Details noch, alles deutete auf einen weiteren Anstieg der Nachfrage hin. Die Isetta war das erfolgreichste Rollermobil. Umrüstsätze für Versehrtenausstattungen kamen auf den Markt, Zubehör wurde angeboten und bis zum 31.8.1956 verkaufte BMW insgesamt 29.825 Isetten. Die 25.000ste Isetta verließ das BMW Werk in Milbertshofen am 26. Mai 1956, die Tagesproduktion belief sich auf täglich 180 Fahrzeuge. Langsam aber sicher änderte sich jedoch das Kaufverhalten der Leute und es mehrten sich immer kritischere Stimmen zu den Rollermobilen.
Und am 23. Juni 1956 war es dann plötzlich soweit. BMW sah sich gezwungen, ein Gerücht zu dementieren. Es wurde behauptet, dass BMW die Fertigung der Isetta einstellen würde, da die Lizenz abgelaufen sei und ein größeres Fahrzeug auf den Markt kommen sollte. Doch BMW sagte, genau das Gegenteil sei der Fall und BMW baute ja auch tatsächlich die Produktionsanlagen aus. Was war los?
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