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Am 5. März 1955 war es soweit. In Rottach-Egern am Tegernsee wurde die BMW-Isetta der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Anfangspreis betrug 2550 Mark und damit wurde dieses Fahrzeug für eine breite Käuferschicht erschwinglich. Auch die Fachpresse zeigte sich beeindruckt und die ersten Bestellungen liefen ein.

Bei der Vorstellung der BMW-Isetta erläuterte der damalige BMW-Direktor Fiedler, dass sechs Hauptkriterien den Ausschlag gegeben hatten, sich für dieses Kleincoupé zu entscheiden:

Erstens der Preis: Er wird für eine Automobilkarosserie entscheidend von der Zahl der Türen beeinflusst. Man kommt mit einer Tür aus, wenn sie vorn liegt und gleichzeitig sorgt sie für einen idealen Einstieg.

Zweitens: Das Fahrzeug sollte kein Dreirad werden (wenngleich auch später dreirädrige Isetten aus steuerlichen Gründen für den Export gebaut wurden). Ein einzeln angetriebenes Hinterrad ist meist überlastet. Daher wurden zwei Hinterräder gewählt, wobei eine schmale Spur ein Differential und eine zweite Bremse ersparte.

Drittens: Die Position des Motors vor der Hinterachse ergab eine ideale Gewichtsverteilung.

Viertens: Durch eine quer angeordnete Gelenkwelle ließen sich Achs- und Motoraufhängung voneinander unabhängig gestalten, wobei man die Achse steif und den Motor, um die für die Einzylinder typischen Schwingungen abzufangen, weich lagerte.

Fünftes: Die Eiform des Aufbaus ist der Natur entlehnt. Sie benötigt nur einen geringen Aufwand, um einen bestimmten Innenraum zu enthüllen.

Und sechstens: Der Einbau des bewährten Motorradmotors versprach Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit.

Die Isetta fuhr auf Erfolgskurs. Sie wurde für viele die Antwort auf ihre Mobilitätsfrage überhaupt. Es war auch kein Kleinwagen oder Rollermobil, BMW hatte sie stolz “Motocoupé” genannt. In der Zeit von April 1955 bis Mai 1962 erwarben in Deutschland mehr als 130.000 Käufer eine Isetta. Diese Zahl wurde nur noch von dem ebenfalls legendären Goggomobil von Glas übertroffen. BMW stand in ständiger Konkurrenz zu anderen Kleinwagenherstellern, hatte jedoch den Vorteil, dass sie mit dem Qualitätsnamen BMW werben konnte.
Doch auch die Konkurrenten waren nicht zu verachten. Das schon erwähnte Goggomobil von Hans Glas aus Dingolfing, der Zündapp Janus aus Nürnberg, die Heinkel-Kabine, der NSU-Prinz aus Neckarsulm, der Lloyd aus Bremen und der Messerschmitt Kabinenroller machten BMW zu schaffen
Bevor die Isetta etwas detaillierter vorgestellt wird, wenden wir uns daher noch einmal den wichtigsten Konkurrenzprodukten zu, um sie in Erinnerung zu rufen.

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