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Ähnlich schlicht wie das Fahrgestell ist auch die Karosserie gestaltet. Im Innenraum findet sie die durchgehende Sitzbank, und da der Schalthebel an der linken Außenwand sitzt, kann die rechte Hand des Fahrers sich entweder auf dass Lenkrad oder auf das Knie der Beifahrerin konzentrieren. Die Hindernisfreiheit auf dieser Sitzbank führte dann auch zu der Bezeichnung "Knutschkugel", denn dieses ging und geht heute noch in der Isetta sehr gut. Das Armaturenbrett von der ausklappbaren Lenksäule weist neben dem Tachometer, das entgegen dem Uhrzeigersinn läuft, nur noch die Kontrolllampen für die Ladekontrolle, Blinker und Fernlicht auf. Unter der Karosserie befestigt ist noch der Tank mit 12 Litern Inhalt. Dieser reichte immerhin für 350 - 400 Km Fahrstrecke. Aus zulassungsrechtlichen Gründen besitzen alle Isetten ein Klappverdeck, das gleichzeitig als zweiter Ausstieg dient. Frischluft wurde also mitgeliefert. Etwas anders sah es bei der Heizung aus. Diese kostete immerhin 45 DM Aufpreis, war jedoch serienmäßig eingebaut und konnte auch nicht abbestellt werden. So waren die Zeiten damals.

Die Erfolgsgeschichte der Isetta beruhte einerseits auf die relativ simple Bauweise, die jedoch allen Anforderungen und Bedürfnissen entsprach. Andererseits war BMW natürlich auch bemüht, den Erfolg durch eine ständige Modellpflege zu sichern. Die ersten beiden Jahre 1955 und 1956 wurde die BMW Isetta Standard gebaut, leicht erkennbar an der großen Heckscheibe aus Plexiglas. Ab 1957 gab es dann die Exportversion, die ebenfalls einer ständigen Modellpflege unterlag.

Modellpflege damals war jedoch etwas anderes als Modellpflege heute. Man war bemüht, so wenig wie möglich zu verändern, für das man andere Werkzeuge zur Herstellung benötigte, denn diese waren teuer. Man konzentrierte sich im wesentlichen auf den weiteren Abbau von Schwachstellen oder Fertigungserleichterungen. Das äußere Erscheinungsbild und die wesentlichen Elemente der Isetta blieben jedoch bis zum Einstellen der Fertigung 1962 erhalten. Neben dem Grundmodell gab es weitere Varianten, insbesondere für den ausländischen Markt. In den Vereinigten Staaten wurde die Isetta ebenfalls ein Erfolg, allerdings in der US-Version mit großen Scheinwerfen und zusätzlichen Stoßfängern. Für heiße Gegenden gab es das Tropenmodell mit Luftschlitzen in der Tür und als Cabrio-Ausführung. Weitere Sonderausführungen hatten keinen großen Erfolg, so z.B. die Pick-Up-Isetta.

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