Eine Einführung in die Geschichte der BMW Isetta
Auf den folgenden Seiten erfolgt ein kleiner Exkurs in denen wir Sie mit einem kleinen Fahrzeug näher bekannt machen und dabei auch einige Erinnerungen wecken möchten.
Denn erinnern wir uns:
Kein Industriezweig symbolisiert die wirtschaftliche Erholung Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wie die Automobilbranche. Und das, obwohl gerade sie besondere Schwierigkeiten zu überwinden hatte.
Einerseits war schon vor Kriegsbeginn die Produktion von Personenkraftwagen vielerorts zugunsten der Herstellung von Kriegsmaterial ausgesetzt worden. Seit dieser Zeit stagnierte auch die Entwicklung der Automobiltechnik. Der einzige in den vierziger Jahren konstruierte Personenwagen, der Käfer von Volkswagen, hatte folgerichtig später einen beachtlichen Vorsprung.
Andererseits waren große Teile der Fabrikationsstätten bombardiert worden, so dass eine geregelte Produktion erst nach Jahren des Wiederaufbaus möglich war. Die Firma BMW, der spätere Hersteller der Isetta, hatte nach Kriegsende gleich zweimal seine Fertigungsstätten verloren.
BMW hatte neben Fahrzeugen und Motorrädern überwiegend Flugzeugmotoren gebaut.
Die Automobilfertigung fand größtenteils in Eisenach statt, doch dieses Werk wurde durch die sowjetischen Besatzungstruppen enteignet. Damit hatte BMW seine Fertigungsstätte für Automobile verloren. In München verblieben die Werke in Milbertshofen, dem heutigen Hauptwerk sowie das Werk in München, dass durch die Amerikaner beschlagnahmt wurde. Man hielt sich im demontierten Werk durch Fertigung unterschiedlicher Gebrauchsgegenstände finanziell über Wasser und die ersten erneuten Versuche einer Motorradproduktion wurden mit Hilfe und Unterstützung schon florierender Marken, wie z.B. Zündapp getätigt.
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