BMW 700 im Rennsport |
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Gleich bei seinem Erscheinen im August 1959 wurde der BW 700 von den Sportfahrern begeistert auf genommen. Sie erkannten sofort, daß dieses Fahrzeug mit seiner guten Straßenlage, dem geringen Gewicht und der für die damalige Zeit hohen Leistung von 30 PS eine sehr gute Basis für den Motorsport in der kleinen Klasse hatte. Mit der im Sommer 1960 erschienenen 40 PS - Version mit den Zugaben Sportgetriebe und Hinterachsstabilisator wurde das Fahrzeug für den Sportfahrer noch interessanter. Auch sein für einen "Sportwagen" geringer Preis ließ viele junge Fahrer ihre Wahl auf den BMW 700 fallen. Das soll beileibe nicht heißen, daß er ein "Billig - Sportgerät" war, sonst wären nicht viele bekannte Leute wie Hubert Hahne, Jacky Ickx, Sepp Greger, Alex von Falkenhausen, Fürst von Metternich, Walter Schneider und nicht zu vergessen Hans Stuck sen. viele Jahre im 700er zu großen Erfolgen gefahren. |
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Ob bei Rallyes, Straßenrennen, Bergrennen, Langstreckenrennen oder Slaloms - überall sah man 700er siegen. Startfelder bei Tourenwagenrennen anfangs der 60er Jahre sahen wie BMW - Markenpokalrennen aus, nur wenige Steyr - Puch, NSU oder Fiat Abarth versuchten mitzumischen. Etwa 1966 war die Zeit der 700er im Sport vorbei, viele Fahrer waren z.B. auf die "Neue Klasse" umgestiegen. Bis dahin wurden allerdings nicht weniger als 530 (!) Meisterschaften, 1., 2. und 3. Plätze gezählt. 1960 wurde Hans Stuck deutscher Bergmeister, 1962 Heinz Eppelein deutscher Bergmeister in der GT- Klasse und 1963 gewann Hubert Halme den Europapokal für Tourenwagen. |
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Außer dem serienmäßigen Sport - Getriebe gab es noch diverse Spezialgetriebe, z.B. für Berg- oder für Rundstreckenrennen. Das Fahrwerk wurde durch verkürzte Federn, härtere Stoßdämpfer und negativen Sturz an Vorder- und Hinterachse den Anforderungen angepaßt. Ab 1963 waren auch 13-Zoll Felgen homologiert. Auch das Werk hat sich schon ab 1960 am Rennsport beteiligt, diese Fahrzeuge waren den Privatfahrern natürlich überlegen. Das GT-Coupé erreichte 62 PS bei 7.400 U/min, der Berg - GT wurde schon 1960 von 70 PS bei 7.800 U/min befeuert. Danach ging man vom Stoßstangenmotor ab und kurzzeitig wurde der "Kettenhund" mit zwei oben liegenden kettengetriebenen Nockenwellen gebaut der dann vom Königswellenmotor abgelöst wurde, welcher bei 8.200 U/min 78 PS leistete. Als Mittelmotor eingebaut, also vor der Hinterachse, diente er dem wunderschönen 700 RS als Kraftquelle. Von diesem wurden nur 19 Exemplare gebaut, jedoch nur für den Werkseinsatz. Dieser 700 RS hatte aber nicht all zuviel mit dem Serien 700er gemeinsam. Er hatte eine flache Kunststoffkarosserie, worunter der zahlreich verstrebte Rohrrahmen steckte, in den eine abgeänderte 700er Vorderachse und Lenkung eingebaut war. |
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In diesem Zusammenhang muß noch Willi Martini, ein BMW - Händler vom Nürburgring, erwähnt werden, der auf der Basis des BMW 700 diverse Spider und Coupés für den Rennsport baute. Diese wurden unter seinem Namen und von Privatfahrern auch bei Langstreckenrennen eingesetzt. 1964 stellte Martini auch ein Coupé mit Kunststoffkarosserie für den Straßeneinsatz vor, es blieb jedoch ein Einzelstück. Willi Martini ist auch heute noch eine gute Adresse für Leute, die sich mit dem 700er am Oldtimer-Sport beteiligen wollen. Man bekommt bei ihm noch verschiedene Spezialteile, aber auch komplette Motoren in verschiedenen Leistungsstufen. |
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In der Oldtimer-Rennszene tut sich in der 700er-Sparte momentan wieder einiges. Waren es 1986 noch fünf oder sechs 700er Coupés und ein Monoposto bei einigen Rennen, so werden in diesem Jahr wohl bis zu 10 Renner zusammenkommen. Über Winter sind mehrere Coupés, teilweise mit viel Aufwand und Akribie, neu aufgebaut worden oder sind noch im Aufbau. Spätestens beim Jan-Wellem-Pokal werden wir sie zu sehen bekommen, wenn sie sich wie damals mit den Steyr-Puch anlegen. |
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