Spezial: 50 Jahre BMW Isetta - Seite 1 |
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50 Jahre BMW Isetta Spezial
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Die Präsentation war dem Ereignis angemessen: Ohne Pomp, aber voll bescheidenem Stolz stellte die BMW Führung am 5. März 1955 der Presse ihr jüngstes Produkt vor. Im gediegenen Hotel Bachmair am See in Rottach-Egern standen die Journalisten vor einem Zweisitzer, der freilich nichts mit einem Sportwagen gemein hatte. Die Ausrichtung des neuen BMW war eine ganz andere. Fritz Fiedler, damals Chef der Kraftfahrzeugentwicklung bei BMW, umriss in seiner Eröffnungsrede: „Mit dem BMW-Isetta Motocoupé wird ein preiswerter Fahrzeugtyp der Öffentlichkeit vorgestellt, dessen Konzeption für Deutschland neuartig ist.“ In der Tat gab es ein solches Fahrzeug auf Deutschlands Straßen bislang nicht: Ein kugelförmiges Wägelchen, rundum verglast - und mit dem Einstieg vorne. |
BMW Isetta Standard |
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Überraschung war der neue BMW freilich keine. Schon im Herbst 1954 hatte das Unternehmen das neue Modell angekündigt. Und das, obwohl erst ein halbes Jahr zuvor die Isetta zum ersten Mal zur Begutachtung im Milbertshofener Werk stand. Die Bayerischen Motoren Werke litten Anfang der 50er Jahre noch immer unter den Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges. Zwar hatte man die Motorradproduktion 1948 mit großem Erfolg wieder aufgenommen. Bis 1954 schnellten die Umsätze für die Ein- und Zweizylindermaschinen mit Kardanantrieb rasant in die Höhe. Allerdings war den Marktstrategen schon frühzeitig klar, dass das Zweirad nur der Einstieg in die Mobilität war und der Wunsch nach einem wetterfesten Fahrzeug bei der Kundschaft ganz oben an stand. Mit der großen 501 Limousine, die einen Vorkriegs-Sechszylinder unter der Haube hatte, bot BMW zwar ein Auto an; für große Teile der Bevölkerung war der luxuriöse und schnelle Wagen jedoch um ein mehrfaches zu teuer. Über eineAlternative verfügte das Unternehmen nicht, denn der Neubeginn in der Automobilproduktion nach dem Krieg war durch den Verlust des Eisenacher Automobilwerks äußerst schwierig. Sowohl Produktionsanlagen als auch Fachpersonal mussten ersetzt werden. Erst zur Internationalen Automobil Ausstellung 1951 war der BMW 501 als erstes Nachkriegsmodell auf den Rädern gestanden. Die repräsentative und technisch aufwändige Limousine war zum Genfer Salon 1954 sogar mit dem ersten Leichtmetall-Achtzylinder der Welt weiterentwickelt worden, aber die zur Rentabilität benötigten Stückzahlen konnten nicht erreicht werden. |
BMW Isetta Export |
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